Queer-affirmative Psychotherapie · LSBTIQ*
Lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, nicht-binär, asexuell – oder noch ohne passendes Wort. Ihre Identität ist hier nicht das Problem, das wir zuerst besprechen müssen. Es sei denn, Sie möchten das.
Sie bestimmen, welche Rolle Ihre Identität in der Therapie spielt – eine große, eine kleine oder gar keine.
Warum dieses Angebot
Viele queere Menschen haben im Gesundheitswesen erlebt, dass sie erst einmal erklären mussten: Begriffe, Beziehungsformen, den eigenen Namen. Oder dass ihre Identität vorschnell zur Ursache aller Beschwerden gemacht wurde. Das kostet Kraft, die eigentlich in die Therapie gehört.
Ich arbeite queer-affirmativ. Vielfalt von Geschlecht, Begehren und Beziehung ist für mich selbstverständlich und nicht erklärungsbedürftig. Ich kenne queere Lebensrealitäten nicht nur aus der Fachliteratur. Und ich weiß, dass Sichtbarkeit nicht überall selbstverständlich ist.
Womit Sie kommen können
01
Vor, während oder lange nach dem Coming-out: gegenüber sich selbst, der Familie, im Beruf. Auch wenn die Frage noch offen ist.
02
Die ständige Wachsamkeit, ob man sicher ist. Das Abwägen, wem man was erzählt. Erfahrungen von Ausgrenzung, Anfeindung oder Gewalt.
03
Begleitung auf Ihrem Weg, in dem Tempo, das Sie bestimmen. Auf Wunsch mit Indikationsschreiben für medizinische Maßnahmen.
04
Partnerschaft, Regenbogenfamilie, offene oder polyamore Beziehungen, Kinderwunsch, Konflikte mit der Herkunftsfamilie.
05
Wenn zur Frage nach der Identität auch die nach ADHS oder Autismus kommt. Beides darf hier gleichzeitig Platz haben. Zur Diagnostik
06
Depression, Angst, Schlaf, Erschöpfung, auch wenn es mit Ihrer Identität gar nichts zu tun hat. Dann bleibt sie einfach Nebensache.
Trans*, inter*, nicht-binär
Wenn Sie geschlechtsangleichende Maßnahmen planen, verlangen Krankenkassen in der Regel eine psychotherapeutische Einschätzung. Ich schreibe Indikationsschreiben und verstehe sie nicht als Prüfung, ob Sie „trans genug“ sind, sondern als Unterstützung auf Ihrem Weg. Wie viele Termine vorher nötig sind, hängt von den Anforderungen Ihrer Kasse ab. Das klären wir im ersten Gespräch.
Für die Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag brauchen Sie seit dem Selbstbestimmungsgesetz kein Gutachten mehr.
Queer-affirmativ ist kein Etikett, sondern eine Arbeitsweise. Sie zeigt sich in kleinen Dingen, schon bevor wir uns zum ersten Mal sehen.
Ich verwende, was Sie mir sagen, unabhängig davon, was auf Ihrer Versichertenkarte steht. Im Kontaktformular können Sie es gleich angeben.
Ihre Identität ist keine Diagnose und wird nicht als Ursache Ihrer Beschwerden behandelt.
Begriffe, Beziehungsformen, Szene: Sie müssen mir nichts übersetzen.
Schweigepflicht nach § 203 StGB. Was Sie erzählen, bleibt im Raum.
Zusätzlich zur Therapie
Queere Beratungsstellen in Berlin bieten kostenlose Beratung, Gruppen und Begegnung. Eine Auswahl:
Schwulenberatung Berlin · Lesbenberatung Berlin · TransInterQueer (TrIQ) · Mann-O-Meter · Sonntags-Club
Im Kontaktformular können Sie angeben, wie Sie angesprochen werden möchten. Alles Weitere erzählen Sie, wenn Sie so weit sind.