Schwerpunkt · Trauma und Belastung

Wenn etwas nicht aufhört, nachzuwirken.

Ein Unfall, Gewalt, ein belastender Einsatz, ein plötzlicher Verlust: Manche Erlebnisse lassen sich nicht einfach abhaken. Das ist keine Schwäche, sondern eine verständliche Reaktion auf etwas, das zu viel war.

Nicht jede Belastung ist ein Trauma. Und nicht jedes Trauma braucht eine lange Therapie.

Woran Sie es merken können

Reaktionen, die länger bleiben als gedacht.

01

Bilder und Erinnerungen drängen sich auf, tagsüber oder als Albträume – manchmal so, als wäre es gerade wieder.

02

Sie meiden Orte, Gespräche oder Gedanken, die an das Erlebte erinnern.

03

Ständige Anspannung: Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, schlechter Schlaf, das Gefühl, immer auf der Hut sein zu müssen.

04

Gefühle wirken wie abgeschaltet, Sie erleben sich und andere wie durch eine Scheibe.

05

Schuld und Scham – „Hätte ich doch…“, auch wenn Sie es nicht hätten verhindern können.

06

Rückzug, mehr Alkohol oder ständige Beschäftigung, um nicht nachdenken zu müssen.

In den ersten Wochen ist vieles normal

Viele Reaktionen klingen nach einem belastenden Ereignis von selbst ab. Wenn sie nach etwa vier Wochen nicht nachlassen, stärker werden oder Ihren Alltag dauerhaft einschränken, ist das ein guter Zeitpunkt für ein Gespräch. Direkt nach einem Ereignis helfen zuerst Sicherheit, Ruhe und vertraute Menschen.

Wie ich arbeite

Verarbeiten, in Ihrem Tempo.

01

Stabilisieren und verstehen

Was passiert im Körper und im Kopf nach einem schweren Erlebnis? Wenn Sie Ihre Reaktionen verstehen, verlieren sie oft einen Teil ihres Schreckens. Dazu kommen Wege, mit Anspannung und Schlafproblemen umzugehen.

erste Sitzungen

02

Einordnen

Wir klären gemeinsam, was genau belastet, was Sie vermeiden und was sich verändern soll.

Diagnostik und Ziele

03

Traumafokussiert arbeiten

Die Leitlinien empfehlen traumafokussierte Psychotherapie als Behandlung der ersten Wahl. Wir nähern uns dem Erlebten schrittweise und kontrolliert, damit es seinen Platz in der Vergangenheit bekommen kann.

Kern der Therapie

04

Zurück in den Alltag

Vermiedenes zurückerobern, Vertrauen in sich selbst stärken und einen Plan für schwierige Tage entwickeln.

zum Abschluss

Gut zu wissen

Erfahrung, auf die Sie bauen können.

Aus der Unfallklinik

In der Psychotraumatologie des Unfallkrankenhauses Berlin habe ich Menschen nach Unfällen, schweren Verletzungen und belastenden Klinikaufenthalten behandelt. Ich befinde mich in der Weiterbildung Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT).

Für Einsatzkräfte

Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bundeswehr: Für Einsatzkräfte gibt es ein eigenes Angebot. Mehr erfahren

Kurz oder länger

Nach einem einzelnen Ereignis genügt oft eine überschaubare Zahl von Sitzungen. Nach wiederholten oder lang andauernden Belastungen braucht es meist mehr Zeit.

Weiterführend

Hilfe und Informationen.

Diese Stellen bieten fundierte Informationen und Unterstützung, auch unabhängig von einer Therapie:

Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) – Fachgesellschaft mit Informationen für Betroffene
WEISSER RING – Unterstützung für Opfer von Kriminalität, Opfer-Telefon 116 006
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – rund um die Uhr, 116 016
Telefonseelsorge – rund um die Uhr, anonym, 0800 111 0 111

Sie müssen es nicht allein tragen.

Sie müssen im ersten Gespräch nicht erzählen, was passiert ist. Wir beginnen dort, wo es sich für Sie richtig anfühlt.

In akuten Krisen gilt 112 · 116 117 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111.