Schwerpunkt · Trauer

Wenn der Verlust nicht leichter wird.

Trauer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion auf einen Verlust. Manchmal aber bleibt sie über lange Zeit so schwer, dass das eigene Leben stillzustehen scheint.

Es geht nicht darum, loszulassen. Sondern darum, einen Platz für den Verlust zu finden.

Woran Sie es merken können

Wenn Trauer nicht mehr in Bewegung ist.

01

Sehnsucht und Schmerz sind auch nach vielen Monaten kaum schwächer geworden.

02

Den Tod zu begreifen fällt schwer – alles erinnert daran, oder Sie meiden jede Erinnerung.

03

Das Leben fühlt sich sinnlos an, Pläne und Beziehungen verlieren an Bedeutung.

04

Schuldgefühle oder Wut und die Frage, ob Sie etwas hätten verhindern können.

05

Besonders belastende Umstände: ein plötzlicher Tod, ein Suizid, der Tod eines Kindes, ein langer Abschied nach Krankheit.

06

Auch andere Verluste: eine Trennung, eine Fehlgeburt, der Verlust von Gesundheit, Arbeit oder Heimat.

Wann Trauer Unterstützung braucht

Seit der ICD-11 gibt es die Diagnose „anhaltende Trauerstörung“: wenn sehr intensive Trauer länger als sechs Monate nach dem Verlust anhält und das Leben deutlich beeinträchtigt. Sie brauchen aber keine Diagnose, um sich Unterstützung zu holen.

Wie ich arbeite

Dem Verlust einen Platz geben.

01

Raum geben

Sie erzählen von dem Menschen, den Sie verloren haben, und von dem, was geschehen ist – so viel und so ausführlich, wie Sie möchten.

erste Sitzungen

02

Den Verlust begreifen

Schritt für Schritt nähern wir uns auch den schmerzhaften Erinnerungen und den Orten oder Dingen, die Sie bisher meiden.

Kern der Therapie

03

Mit Schuld und Wut umgehen

Gedanken wie „Hätte ich doch…“ oder Wut auf andere oder den Verstorbenen dürfen da sein. Wir schauen gemeinsam darauf, was sie Ihnen sagen.

nach Bedarf

04

Verbunden bleiben, weiterleben

Die Erinnerung bewahren und gleichzeitig wieder Pläne machen, Beziehungen pflegen, Freude zulassen.

zum Abschluss

Gut zu wissen

Was Sie erwarten können.

Kein Zeitplan

Trauer verläuft nicht nach festen Phasen. Es gibt kein „zu lange“ und kein „zu früh“ für ein Gespräch.

Nach plötzlichen Verlusten

Wenn der Tod unerwartet oder unter schlimmen Umständen kam, kann zusätzlich eine Traumafolge bestehen. Trauma und Belastung

Wenn es auch die Stimmung trifft

Trauer und Depression können sich ähneln und überlagern. Wir schauen genau hin. Depression

Weiterführend

Unterstützung für Trauernde.

Austausch mit anderen, die Ähnliches erlebt haben, kann sehr entlasten:

AGUS e. V. – Selbsthilfe für Angehörige nach einem Suizid
VEID e. V. – Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister
Telefonseelsorge – rund um die Uhr, anonym, 0800 111 0 111

Sie müssen nicht allein trauern.

Schreiben Sie mir in zwei, drei Sätzen, wen oder was Sie verloren haben. Wir finden gemeinsam einen Weg, der zu Ihnen passt.

In akuten Krisen gilt 112 · 116 117 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111.