Gut untersucht
Kognitive Verhaltenstherapie mit Konfrontation gilt in den Behandlungsleitlinien als Therapie der ersten Wahl bei Angststörungen.
Schwerpunkt · Angst und Panik
Angst ist ein wichtiges Signal. Zum Problem wird sie, wenn sie ohne echte Gefahr anspringt, immer mehr Raum einnimmt und Sie Dinge meiden lässt, die Ihnen eigentlich wichtig sind.
Vermeidung beruhigt kurzfristig – und macht die Angst langfristig größer.
Formen der Angst
01
Panikattacken: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, die Angst zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren – oft wie aus dem Nichts.
02
Angst vor Orten und Situationen: Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, weite Wege, Orte, von denen man schlecht wegkommt.
03
Soziale Angst: die Sorge, sich zu blamieren, bewertet oder abgelehnt zu werden.
04
Ständige Sorgen um Gesundheit, Familie, Arbeit oder Geld, die sich kaum abstellen lassen.
05
Phobien, etwa vor Höhen, Spritzen, Fliegen, engen Räumen oder Tieren.
06
Gesundheitsängste: die Furcht, ernsthaft krank zu sein, trotz unauffälliger Befunde.
Herzrasen, Schwindel oder Atemnot können auch körperliche Ursachen haben, zum Beispiel am Herzen oder an der Schilddrüse. Lassen Sie diese bitte hausärztlich abklären, falls das noch nicht geschehen ist.
Wie ich arbeite
01
Wie entsteht der Teufelskreis aus Körperreaktion, Gedanken und Angst? Wer das versteht, erlebt eine Panikattacke oft schon anders.
02
Welche Situationen lösen Angst aus, welche Gedanken tauchen auf, was vermeiden Sie – und was tun Sie, um sich sicher zu fühlen?
03
Schritt für Schritt stellen Sie sich dem, was Sie bisher vermieden haben – in einem Tempo, das Sie mitbestimmen, und erst, nachdem Sie verstanden haben, warum wir es tun. Bei Bedarf begleite ich Sie dorthin, wo die Angst auftritt.
04
Zum Abschluss sorgen wir dafür, dass Sie das Gelernte ohne mich fortführen können und wissen, was bei neuer Angst zu tun ist.
Gut zu wissen
Kognitive Verhaltenstherapie mit Konfrontation gilt in den Behandlungsleitlinien als Therapie der ersten Wahl bei Angststörungen.
Übungen können dort stattfinden, wo die Angst auftritt: in der U-Bahn, im Kaufhaus, auf einem Turm. Dafür planen wir bei Bedarf längere Sitzungen.
Wenn Gedanken oder Handlungen sich zwanghaft wiederholen, finden Sie mehr unter Zwangsstörungen.
Weiterführend
Diese Angebote informieren fundiert und vermitteln Kontakt zu Selbsthilfegruppen:
Deutsche Angst-Hilfe e. V. (DASH) – Selbsthilfeverband mit Informationen und Gruppenvermittlung
S3-Leitlinie Angststörungen – mit Patientenleitlinie in verständlicher Sprache
Telefonseelsorge – rund um die Uhr, anonym, 0800 111 0 111
Schreiben Sie mir in zwei, drei Sätzen, wovor Sie Angst haben. Im Erstgespräch klären wir, wie ich Sie unterstützen kann.